Ich bin Siegfried Allmer, Jahrgang 1965, in Frohnleiten zuhause. Seit 1986 bin ich in Projekten unterwegs – als Leiter und als Begleiter. Was sich durchzieht: das Wesentliche wieder sichtbar zu machen, wenn es zu viel geworden ist.
Woher ich komme
In den letzten vier Jahrzehnten habe ich in vielen unterschiedlichen Feldern gearbeitet: Hochbau, Tiefbau, Organisationsentwicklung, Sozial- und IT-Projekte, Kultur. Begonnen habe ich 1986 als Projektleiter im Hochbau – auf Baustellen der Montanuniversität Leoben, der TU Graz und der Steirischen Gebietskrankenkasse – und über lange Jahre auch als bautechnischer Amtssachverständiger in Gewerbeverfahren.
Später haben sich die Felder verschoben. Zwischen 2004 und 2010 leitete ich Organisationsprojekte in der Steirischen Landesverwaltung. Im Jugendprojekt ES – Erlebe Soziales arbeitete ich mit Projektcoachings und Kommunikationsseminaren, später über mehrere Jahre in der Begleitung bäuerlicher Familienbetriebe im Projekt Zwei Systeme – Eine Welt. Parallel dazu habe ich Seminare und Ausbildungen konzipiert und gehalten – in Projektmanagement, Rhetorik, Kommunikation, Präsentation, Gruppendynamik und NLP.
Seit 2010 arbeite ich in einer Stabsstelle im öffentlichen Dienst – mit Schwerpunkten in Organisation, Organisationsentwicklung und Projektmanagement. Das ist jene Art von Stelle, an der vieles landet, was sich nicht in Standardprozesse fügt: Themen, die quer zu den Zuständigkeiten liegen, oder Konstellationen, in denen es nicht um Verfahren geht, sondern um die Frage, wie Menschen miteinander zu einer Lösung kommen. In diesen Jahren habe ich vieles aus der Nähe gesehen, das man von außen nicht sieht.
Eine besonders prägende Zeit waren die Jahre zwischen 2008 und 2012, als ich Mitgründer der Gemeinschaftspraxis Coop Enterprise war – einer Praxis für Lebens- und Sozialberatung, Coaching und systemische Aufstellungen. Dort habe ich Seminare und Aufstellungen organisiert und moderiert, bei rund 200 Aufstellungen als Stellvertreter mitgewirkt und einige auch selbst geleitet. Diese Jahre gehören zu den prägendsten für die Arbeit, die ich heute mache. Auch der Satz, der mich seither begleitet, stammt aus dieser Zeit: Veränderung ist machbar – von Mensch zu Mensch.
Was ich in all diesen Jahren gelernt habe
Diese Erkenntnis hat mich nie wieder losgelassen. Sie hat sich in einem zweiten Satz verdichtet, den ich heute oft zitiere:
Projekte scheitern selten am Mangel an Methoden. Sie scheitern an unklarer Kommunikation und fehlendem Vertrauen.
Er klingt schlicht. Aber wenn man ihm ernsthaft nachgeht, wird die Frage „Welches Tool nehmen wir?“ zweitrangig. An ihre Stelle tritt: Wie gehen wir miteinander um, und worüber reden wir eigentlich?
Hinter meiner Arbeit steht deshalb eine schlichte Überzeugung: Es gibt viele Menschen, die etwas anders, klarer oder menschlicher gestalten wollen – in ihren Projekten, in ihren Organisationen, in ihrem Verantwortungsbereich. Sie brauchen meist keine neuen Methoden. Sie brauchen einen Raum, in dem ihr Denken wieder atmen kann.
Deshalb steht in meiner Arbeit Haltung vor Methoden. Nicht, weil Methoden unwichtig wären – ich habe genug davon gelernt und gelehrt, um sie zu schätzen. Sondern weil sie erst tragen, wenn die Haltung stimmt, aus der heraus sie angewandt werden.
Ausbildung
Ausgebildet als HTL-Ingenieur für Hochbau, später als zertifizierter Kommunikationstrainer, NLP-Lehrtrainer, diplomierter Lebens- und Sozialberater und in systemischer Aufstellungsarbeit. Dazu ein langes Berufsleben, in dem ich immer wieder erfahren habe, dass der eigentliche Hebel nicht im Werkzeug liegt, sondern in der Beziehung zwischen den Menschen, die es nutzen.
Wie ich heute arbeite
Was ich über die Jahre angesammelt habe – an Wissen, an Erfahrung, an Gespür –, gebe ich heute dort weiter, wo ich den größten Unterschied machen kann: in der Arbeit mit Menschen, die Verantwortung tragen und gerade vor einer schwierigen Entscheidung, einem unübersichtlichen Projekt oder einer heiklen Situation stehen.
Der Rahmen ist meist klein und klar: ein Gespräch, ein Denkraum, eine begrenzte Anzahl Begegnungen. Mehr braucht es oft nicht.
Diese Form der Arbeit nenne ich Denkpartnerschaft. Sie ist auf einer eigenen Seite näher beschrieben.
Improvisationstheater
Seit Jahren spiele ich regelmäßig Improvisationstheater – beim Improkrimi Mord vor Ort und bei den Grauzonen. Was dort trainiert wird – aufmerksames Zuhören, Präsenz, das Angebot des anderen annehmen und weiterführen („Ja, und…“) – ist im Kern dasselbe, was gute Gespräche und gute Projektarbeit tragen. Nicht zufällig bin ich dabei geblieben. Und nicht zufällig fließt es in jede Denkpartnerschaft mit ein.
Wie ich mit KI arbeite
KI ist für mich ein Werkzeug im Hintergrund – nicht in der Begegnung mit den Menschen. Ich nutze sie, wenn ich Gedanken sortiere, Material verdichte oder mich auf Gespräche vorbereite.
Meine Haltung dazu ist zurückhaltend – nicht aus Skepsis, sondern aus Respekt. Ich halte KI weder für ein bloßes Werkzeug noch für ein Gegenüber, das einem Menschen gleicht. Sie ist etwas, das sich nicht leicht in bekannte Kategorien fügt. Ich begegne ihr deshalb mit der gleichen Aufmerksamkeit, die ich auch sonst wichtigen Dingen schenke. Haltung vor Methoden gilt bei mir auch hier.
Was das für die Menschen heißt, mit denen ich arbeite: kein technikgestütztes Format, sondern ein ruhiger Gesprächspartner, der im Hintergrund mit modernen Werkzeugen denkt, ohne die Beziehung damit zu überladen.
Ich arbeite mit KI für mich, aber mit Menschen durch mich.

